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Oliver Wnuk über Dating-Apps: "Ich finde sie abartig"

Oliver Wnuk, bekannt aus „Nord Nord Mord“, äußert sich kritisch zu Dating-Apps. In einem persönlichen Gespräch erklärt er, warum er digitale Flirts ablehnt und welche Werte ihm in Beziehungen wichtig sind.

Von Lukas Schmidt25. Juni 20262 Min Lesezeit
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Oliver Wnuk, bekannt aus „Nord Nord Mord“, äußert sich kritisch zu Dating-Apps. In einem persönlichen Gespräch erklärt er, warum er digitale Flirts ablehnt und welche Werte ihm in Beziehungen wichtig sind.

Oliver Wnuk, vielen bekannt aus der Krimiserie „Nord Nord Mord“, hat eine klare Meinung zu modernen Beziehungen – insbesondere zu Dating-Apps. In einem Gespräch entfaltet sich sein Standpunkt, und man merkt schnell, dass er von der digitalen Partnersuche wenig hält. „Ich finde diese Apps abartig“, sagt er ohne Umschweife. Sein Unbehagen ist nicht nur eine oberflächliche Abneigung, sondern beruht auf tieferliegenden Werten und Überzeugungen über zwischenmenschliche Beziehungen.

Du fragst dich vielleicht, was genau ihn so stört? Für Wnuk ist das Wesen von Beziehungen der persönliche Kontakt, das Spontane, das Unvorhersehbare. Er sieht in den Apps eine Reduktion von zwischenmenschlicher Interaktion auf ein paar Fotos und einem Swipe. „Man sieht nur das Äußere. Wer ist diese Person wirklich?“, fragt er und bringt damit einen sehr wichtigen Punkt zur Sprache. Die Vorstellung, dass man eine Beziehung auf der Grundlage eines einseitigen Eindrucks online beginnt, erscheint ihm absurd.

Auf einer Tiefe von Empathie und menschlichem Verständnis findet er, dass die Online-Welt viel von der Authentizität stiehlt, die man im echten Leben erlebt. Wnuk argumentiert, dass echte Begegnungen oft in Momenten des Zufalls entstehen – im Café, beim Einkaufen oder bei Veranstaltungen. Diese Momente können ganz unerwartet zu tiefen Verbindungen führen, die durch das Klicken eines „Gefällt mir“-Buttons einfach nicht reproduzierbar sind.

Mit einem Schmunzeln erzählt er von eigenen Erfahrungen, die weniger mit Online-Dating, sondern vielmehr mit den realen Begegnungen des Lebens zu tun haben. „Ich würde es viel eher in einem Museum oder in einem Theater versuchen, als in einer App“, gesteht er. Diese Orte, wo Kunst und Menschlichkeit sich treffen, halten für ihn die besten Chancen bereit, echte und authentische Kontakte zu knüpfen.

Wnuks Kritik an Dating-Apps ist nicht nur eine persönliche Abneigung, sondern auch ein gesellschaftlicher Kommentar. In einer Welt, in der alles schneller und effizienter werden soll, gehen oft die wesentlichen menschlichen Werte verloren. „Ich glaube, die Menschen suchen nach schnellen Lösungen für langfristige Probleme“, sagt er. Eine Beziehung erfordert Zeit, Geduld und Hingabe, und das lässt sich nicht in ein paar Nachrichten und schnellen Gesprächen komprimieren.

Ein weiterer Punkt, den er anmerkt, ist die psychologische Belastung, die durch das ständige Vergleichen mit anderen entsteht. In den sozialen Medien ist es nicht ungewöhnlich, dass Menschen sich ständig gegenseitig bewerten und in Konkurrenz zueinander stehen. „Das macht krank“, fügt er hinzu. Der Druck, immer besser, schöner oder beliebter zu sein, kann im realen Leben – und noch mehr im digitalen Raum – zu enormen Stress führen.

Es ist interessant zu sehen, wie jemand wie Wnuk, der in der Öffentlichkeit steht, den Mut hat, gegen den Strom zu schwimmen und seine Gedanken zu äußern. In einer Zeit, in der Dating-Apps oft als die einzige Lösung für Singles dargestellt werden, könnte man sich fragen, ob seine Sichtweise nicht eine wertvolle Alternative darstellt. Vielleicht sollten wir öfter innehalten und darüber nachdenken, was wir wirklich suchen – und ob wir bereit sind, dafür auch die Herausforderungen der echten Welt anzunehmen. Wenn Wnuk eins deutlich macht, dann ist es das: Beziehungen erfordern mehr als nur ein paar Klicks. Sie erfordern Mut, Verletzlichkeit und vor allem das, was der digitale Raum oft nicht bieten kann – echte menschliche Verbindung.

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